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Einsatzmöglichkeiten von Multirollen

Multirollen wurden ursprünglich für das Meeresangeln und Tiefseeangeln (auch Big-Game-Angeln genannt) entwickelt und eingesetzt. Diese großen Multirollen halten den enormen Belastungen stand, wenn es darum geht, einen Thunfisch, großen Heilbutt, Marlin oder einen Hai zu drillen. Seit einigen Jahren werden Multirollen aber auch bei Süßwasser-Anglern immer beliebter. Die Entwicklung hat in diesem Bereich mittlerweile zwei verschiedenen Typen von Multirollen hervorgebracht. Das sind zum einem Multirollen für kurze Bootsruten und Pilkruten zum Angeln vom Boot aus, oder für das Vertikal- und Jerkbait-Angeln und die sogenannten „Baitcaster“, mit denen auch sehr weite Würfe gut gelingen. Insbesondere Angler, die es auf die großen Süßwasserfische, wie zum Beispiel den Europäischen Wels abgesehen haben, greifen gerne zur Multirolle.

Wie werden Multirollen gebremst?

Auch bei Multirollen kann die Kraft, mit der ein gehakter Fisch ziehen muss, um Schur von der Rolle abzuziehen, eingestellt werden. Bei Multirollen unterscheidet man 2 verschiedene Bremssysteme. Es gibt Multirollen mit einer sogenannten Sternbremse oder mit einer Schiebebremse.

Sternbremse

Die Sternbremse wird über ein sternförmiges Rad, dass sich zwischen Kurbel und Gehäuse befindet eingestellt. Die Bremskraft wird durch Festdrehen des Sternrades erzeugt und auf die Spule übertragen. Je fester das Sternrad im Uhrzeigersinn zugedreht wird, um so mehr Kraft ist erforderlich, damit ein Fisch Schnur von der Spule abspulen kann. Durch die Lage des Sternrades zwischen Kurbel und Gehäuse kann die Bremse verstellt werden, ohne, dass man die Hand von der Kurbel nehmen muss.
Multirollen mit Sternbremse verfügen zudem über einen separaten Freilauf. Zum Einschalten des Freilaufes befindet sich am Gehäuse der Multirolle ein kleiner Hebel oder ein Taster. Durch Betätigen des Hebels oder Drücken des Tasters wird der Freilauf aktiviert. Lässt man den Taster wieder los, oder zieht den Hebel wieder in die Ausgangsstellung, wird der Freilauf deaktiviert und die Bremse tritt mit der ursprünglichen Einstellung wieder in Kraft.

Schiebebremse

Bei Multirollen mit einer Schiebebremse wird die Bremse mit einem Hebel, dem sogenannten Lever Drag, eingestellt. Wenn man den Hebel nach vorne drückt, dann wird die Kraft zuerst über ein Ritzel auf eine spezielle Andruckplatte übertragen. Durch den Druck wird die Andruckplatte auf eine weitere Platte gedrückt, welche schließlich die Spule abbremst.
Zieht man den Hebel aus der Grundstellung nach hinten, wird das Getriebe entkoppelt und dadurch der Freilauf aktiviert. Schiebebremsen weisen in der Regel eine stärkere Bremsleistung auf, als Sternbremsen und erhitzen nicht so schnell bei großer Belastung. Darum findet man Schiebebremsen meist auch bei großen Multirollen zum Fang entsprechend großer Zielfische, wie Marlin und Thunfisch.

Damit sich beim Auswurf des Köders die Rolle nicht schneller dreht, als der Köder Schur abzieht, besitzen Baitcastingrollen noch eine weitere Bremse. Bei dieser Bremse unterscheidet man wiederum zwei verschiedene Systeme. Dies sind eine Fliehkraftbremse oder eine Magnetbremse.